Kid Rock

News
31.08.2010
Neues Album "Born Free" erscheint am 12. November
Sein letztes Album "Rock N Roll Jesus" erklomm mühelos Platz 1 der US-Charts und wurde am Ende zum meistverkauften US-Album des Jahres 2008, auch bei uns schaffte das Album einen ...
10.06.2010
Titel des neuen Albums steht fest
Gestern Nacht hostete Kid Rock die CMT Awards in Nashville und performte dort auch. Die Moderatoren-Rolle war eine Premiere für den Rocker, der nach eigenen Angaben bisher "nie ...
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Reviews

Kid_Rock_Album_Cover.jpgRock N Roll Jesus

Wer sich vor Coolness kaum retten kann und wessen Ego zu groß geraten ist, der ist bei Kid Rock an der richtigen Adresse. Auch wenn "Rock N Roll Jesus" im Vergleich zu vorigen Alben vor allem im zweiten Teil ruhiger geraten ist, kann sich der Ex-Ehemann von Pam seine anrüchigen Texte nicht verkneifen.
"I Wanna Fuck You Like I'm Never Gonna See You Again" erklärt der nationalistisch gesonnene Amerikaner in seiner ersten Singleauskopplung "So Hott"; eingeleitet von bescheuertem Gestöhne, unterstreicht er die Botschaft später mit einfältigem, hartem Rock.

Es scheint fast, als habe es eine Entwicklung gegeben. Und zwar vom primitiven Macho zum musikalischen, primitiven Macho. Dadurch ist "Rock N Roll Jesus" ganz gut auszuhalten, auch wenn mich die primitive, textliche Monotonie ganz und gar nicht entzückt. Standardisierter Country- und Southern-Rock ersetzt zwar (mit Ausnahme von "Sugar") größtenteils die schlechten, aggressiven Raps von früher.

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Cover CockyCocky

Mehrköpfige Monster in schillernden Regenbogenfarben sind in Mode. Zumindest was die Musikbranche betrifft: Viele Bands setzen auf aus verschiedensten Musikstilen zusammengesetzte Sounds, einer der Vorreiter war Kid Rock. Jetzt stellt der Rap-Hard-Rocker aus Detroit sein neues Album vor.

"Cocky" heißt das neue Werk und vereinigt wie gehabt Rap mit harten Gitarren-Riffs, Country mit Hip Hop-Beats sowie gewaltverherrlichende und obszöne Texte mit schmeichelhaften Akustikgitarren-Klängen. Dementsprechend vielfältig fallen die verschiedenen Tracks aus. Beginnt das Album noch sehr rockig, begibt es sich schon beim dritten Track "Lay It On Me" in ruhigere Gefilde: Unverfälschte Gitarren und choralähnlicher Gesang auf Hip Hop–Beats zeigen, dass es auch anders geht. 

Danach arbeitet sich das Album aufwärts: Wo bei "Cocky" das E-Gitarren-Sample noch ziemlich nervt, ist das Riff im nächsten Track "What I Learned Out On The Road" sehr eingängig. Auch "I'm Wrong But You Ain't Right" weiß zu gefallen: Harte Gitarren und Vocals im Rage-Against-The-Machine-Style sind eine Klasse für sich. Danach gehts leider wieder abwärts. Nach dem schnulzigen "Lonely Road Of Fait" mit Fingerschnipsen und Piano wildert Kid Rock ein wenig im Altrocker-Gebiet, bevor er dem Ganzen mit "Picture" die Krone aufsetzt: "Different Girl Every Night At The Hotel / [...] I'm Fuelin' Up On Cocaine And Whisky" und das Ganze hübsch verpackt als Schunkel-Country-Ballade, na vielen Dank!

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Cover History Of RockThe History Of Rock

Ach so! Was kann das für eine Geschichte des Rock sein, die 1985 in einem kleinen Kaff in Michigan beginnt, noch dazu in der "elterlichen Garage"? Wohl nicht die Geschichte des Genres, vielmehr die des Kid ROCK! Dessen musikalische Entwicklung verläuft ganz anders als die Rockgeschichte: Das Intro beweist, dass auch der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Robert J. Ritchie heißt, einmal ein Hip Hop-Kid war.

Dem Intro von 1985 folgt der einzige neue Song des Albums, 15 Jahre liegen zwischen den beiden Aufnahmen. "American Bad Ass" basiert auf einem recht bekannten Riff aus dem Metallica-Klassiker "Sad But True", huldigt AC/DC und ZZ Top und rockt gewaltig: Magnetische Soundstürme blasen aus den Boxen und fönen dir das Brusthaar, bevor Nachbar auch nur seine Pantoffeln findet (die Klingel hörst du eh nicht). Dazu die wütenden Raps, die man dem Milchgesicht so kaum zutraut: "Verdammt eindrucksvoll", findet nicht nur Metallica-Drummer Lars Ulrich.

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